Wer war August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wurde am 2. April 1798 in Fallersleben geboren, im damaligen Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Der deutsche Hochschullehrer für Germanistik starb am 19. Januar 1874 in Corvey. Fallersleben schrieb die spätere deutsche Nationalhymne, das Lied der Deutschen, wie auch viele bekannte Kinderlieder. Damit er sich zu anderen Trägern des häufigen Familiennamens Hoffmann unterscheidete, verwendete er als Zusatz den Namen von Fallersleben. Mit diesem Namen Zusatz wollte er nur eine Namensgleichheit verhindern und wollte keinen Adelstitel vortäuschen.

Das Leben von Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von FallerslebenDas Leben von Hoffmann von Fallersleben bestand darin, dass er Liedermacher war, genauso wie ein fahrender Sänger. Zu Lebzeiten, wie auch noch nach seinem Tode hatte Hoffmann es mit Zensuren zu tun. Seine Gedichte waren lange Zeit verboten.
Im Jahre 1848 wurde Hoffmann von Fallersleben zum populären Sänger. Über seine Lieder sprachen alle, denn er brachte eine interessante Mischung aus Volkslied und Agitation hervor. Die von ihm gesungenen Vereins- und Trinklieder waren etwas politisch. Aus diesem Grund war er kurz davor ins Gefängnis zu wandern. Fallersleben wurde lebenslang politisch verfolgt und sein Deutschlandlied wurde später missbraucht. Er kämpfte als abgesetzter Professor gegen Zensur und Verbot und besaß einen altdeutschen Patriotismus. Seine Verse hatten eine literarische Qualität. Auf dem Grabstein Fallersleben sind die beginnenden Worte seines Vaterlandsliedes "Wie könnt' ich Dein vergessen " eingemeißelt.

Die Kindheit

Die Eltern von August Heinrich Hoffmann Fallersleben waren der Vater Heinrich Wilhelm Hoffmann, ein Kaufmann, ein Gastwirt, ein Senator und ein Bürgermeister. Die Mutter hieß Dorothea Balthasar. Im Jahre 1812 besuchte August nach der Volksschule ein Gymnasium in Helmstedt. Zwei Jahre später besuchte er das Martino-Katharineum in Braunschweig. Im Mai 1815 trat er mit vier Gedichten zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.

Studium

Im Jahre 1816 im Monat April begann Hoffmann im Alter von 18 Jahren in Göttingen ein Studium der Theologie. Er hatte weder Lust noch Geld dazu. Im selben Jahr wurde er Mitglied bei der "Alten Göttinger Burschenschaft". Seine Interessen galten der Geschichte des klassischen Altertumes. Sein Idol war Johann Joachim Winckelmann. Zwei Jahre später traf er Jacob Grimm
bei Studien in Museen und Bibliotheken der Stadt Kassel. Grimm stellte August die Frage ob ihm sein Vaterland nicht wichtiger sei, als die Antike. Dies war ein ausschlaggebender Grund um die deutsche Sprache und Literatur, also Germanistik und deutsche Philologie, zu studieren. Im Jahre 1818 sollte Hoffmann zum Militärdienst antreten. Sein Vater konnte ihn Dank
Beziehungen und Geld davor bewahren. Einige Zeit später folgte Fallersleben seinem Lehrer Friedrich Gottlieb Welcker an die Universität in Bonn. Einer seiner Dozenten war Ernst Moritz Arndt und im Jahre 1819 wurde er Mitglied der "Alten Bonner Burschenschaft".Hoffmann fand am 8. Mai im Jahre 1821 Bruchteile eines mittelalterlichen Bibelepos von Otfrid. Kurz nach diesem Fund veröffentlichte er einen Aufsatz darüber mit dem Titel "Bonner Bruchstücke vom Otfried nebst anderen Sprachdenkmälern". Danach wurde seine Gedichtsammlung Lieder und Romanzen veröffentlicht

Berufsleben

Ende des Jahres 1821 verließ August Heinrich die Stadt Bonn und zog nach Berlin, um mit Hilfe seines Bruders Bibliothekar zu werden. Dieser machte ihn mit dem Freiherrn Gregor von Meusebach bekannt, der eine berühmte Privatbibliothek in Preußen hatte. Mit Hilfe des Freiherrn Meusebach schloss Fallersleben einige Freundschaften, beispielsweise mit Friedrich Karl von Savigny, wie auch Georg Friedrich Hegel, sowie Adelbert von Chamisso, und Ludwig Uhland. Zwei Jahre später 1823 wurde Hoffmann zum Kustos der Universitätsbibliothek Breslau ernannt. Dort wurde er sieben Jahre später Nachfolger von Johann Gustav Gottlieb Büsching und war außerordentlicher Professor für deutsche Sprache und Literatur. Im Jahre 1835 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt.In den beiden Jahren 1840 und 1841 erschien die Gedichtsammlung Unpolitische Lieder (Teil 1 bestand aus 140 Gedichten, Teil 2 aus 150 Gedichten) von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Die Auflage erreichte eine Höhe von 12.000 Exemplaren. Am 26. August 1841 hielt sich Hoffmann auf der damals englischen Badeinsel Helgoland auf und verfasste das Lied der Deutschen, welches im Oktober 1841 erstmals öffentlich in Hamburg gesungen wurde. Hoffmann unternahm acht reisen nach Holland und Flandern, weil er sich sehr für die altniederländische Sprache interessierte. Dabei wurde er zum Begründer der niederländischen Philologie wurde und erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität Leiden. IM Jahre 1837 entdeckte er in Valenciennes die Eulalia-Sequenz.

Wanderjahre

Im Jahre 1842 wurde Hoffmann von der preußischen Regierung seiner Professur enthoben, ohne eine Pension zu bekommen. Der Grund war sein Eintreten für ein einheitliches Deutschland und seine liberale Haltung, die er in unpolitischen Liedern preisgab. Die Regierung entzog ihm die preußische Staatsbürgerschaftwarf wegen "politisch anstößiger Grundsätze und Tendenzen" und verwies ihn des Landes. Hoffmann ging ins Exil und irrte quer durch Deutschland. Sein politischer freund Vormärzpolitiker Georg Fein nahm August bei sich auf. Allerdings beobachtete die Polizei ihn ständig und er wurde 39-mal ausgewiesen, unter anderem dreimal aus seiner Heimatstadt Fallersleben. Im 20. Jahrhundert wurden Schrifttafeln an den Gebäuden angebracht.
Auf dem mecklenburgischen Rittergut Holdorf bei Brüel fand er als Kuhhirt Unterschlupf, wie auch auf dem benachbarten Rittergut Buchholz bei seinem politischem Freund Ventschow. In der Ruhe des Landlebens schrieb Hoffmann seine schönsten Kinderlieder. Er traf auf Pastor Adolf Fuchs, welcher nach Texas auswandern wollte. Daraus entstanden die Texanischen Lieder. Im Revolutionsjahr bekam er auf Grund einer Gesetzesänderung seine Pension in Form eines Wartegeld auf preußischem Boden bezahlt. Seine Professur blieb ihm jedoch entzogen.

Ehe & Familien

Geburtshaus von Hoffmann von FallerslebenDer 51-jährige Hoffmann kam 1849 ins Rheinland zurück und heiratet seine 18-jährige Nichte Ida vom Berge, Tochter eines Pastoren aus Bothfeld bei Hannover. Mit ihr zeugte er 1855 einen Sohn, der in Weimar geboren wurde. Das Kind bekam den Namen Franz-Friedrich und wurde somit ach seinen beiden Paten Franz Liszt und Friedrich Preller getauft. Einige Zeit später wurde er Landschaftsmaler. Die Bilder sind heute im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum in Wolfsburg-Fallersleben zu bewundern Im Auftrag des Großherzogs Carl Alexander gab Fallersleben 1854 in Weimar eine literaturwissenschaftliche Zeitschrift heraus und lernte so den Komponisten Liszt kennen. Sechs Jahre später zog die Familie nach Corvey. Dort wurde Hoffmann mit Hilfe von Liszt und der Prinzessin Marie zu Sayn-Wittgenstein Schlossbibliothekar bei Herzog Victor I. Herzog von Ratibor. In demselben Jahr verstarb seine Ehefrau Ida. August Heinrich Hoffmann starb mit 75 Jahren am 19. Januar 1874 im Schloss Corvey in Höxter nach einem Schlaganfall. Seine Beerdigung fand mit mehr als tausend Trauergästen statt. Er wurde neben seiner Ehefrau Ida auf dem Friedhof neben der ehemaligen Abteikirche von Corvey beerdigt

Wie hat sich Hoffmann von Fallersleben in die Politik eingebracht?

Fallersleben veröffentlichte 1840 seine Gedichtsammlung "Unpolitische Lieder" , in denen er die politischen und gesellschaftlichen Zustände in Deutschland kritisiert. Hoffmann brachte sich in die Politik ein, indem er für die verloren gegangenen bürgerlichen Freiheiten kämpfte und bestrebt war ein geeintes deutschen Vaterland zu schaffen. Dies versuchte er mit seinem Deutschlandlied, welches damals von Studenten und freiheitlich gesinnten Bürgern mit Begeisterung gesungen wurde.

Welche Werke stammen von Hoffmann von Fallersleben

1) Das Deutschlandlied
2) Alle Vögel sind schon da
3) Wer hat die schönsten Schäfchen
4) Ein Männlein steht im Walde
5) Im Herbst
6) A, a, a, der Winter der ist da
7) Winters Abschied
8) Der Kuckuck und der Esel
9) Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald
10 ) Der Frühling hat sich eingestellt
11) Morgen kommt der Weihnachtsmann
12) Auswanderungslied
13) Abend wird es wieder
14) Summ, summ, summ

Die beliebtesten Gedicht von Hoffmann von Fallerleben

+Auf den Hund gekommen
+Juden und Christen
+Das Lied von Sandomir
+Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt
+Europa ist faul - Auswandern
+Das rechte und linke Elbufer bei Dresden
+Ein Männlein steht im Walde

Die neusten Gedichte von Hoffmann von Fallersleben

Le roi est mort, vive le roi!
Das alte Lied
Blitzableiter
Angebinde
Ich habe einst die Philister leben lassen
König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen
Der Gang in die Heimat
Die Leidtragenden
Der Nachtigall Antwort
Der Guardian ging über Feld

Bekannte Lieder von Hoffmann von Fallersleben

+Ein Männlein steht im Walde
+Alle Vögel sind schon da
+Summ, summ, summ
+Die Vogelhochzeit
+Deutschlandlied
+Kuckuck, Kuckuk, ruft's aus dem Wald
+Morgen kommt der Weihnachtsmann
+Der Kuckuck und der Esel
+Wanderlust
+Ringeltanz
+Steckenpferdreiterlein
+Mein Vaterland

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